Der Verein Kassandra beteiligt sich auch an Projekten - als koordinierende Stelle oder als Partnerin.
Ärztinnen/Ärzte, Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter der Gesundheits- und Krankenpflege, Hebammen
und Therapeutinnen/Therapeuten sind häufig die ersten Berufsgruppen, mit denen von Gewalt
betroffene Frauen Kontakt aufnehmen, weil sie die gesundheitlichen Folgen von
Gewalt nicht mehr bewältigen können. Frauen sprechen aus Scham- oder Schuldgefühlen
bzw. aus Angst vor weiterer Gewalt häufig nicht über die wahren Gründe ihrer
Verletzungen und/oder psychosomatischen Erkrankungen. Deshalb ist es notwendig,
dass Mitarbeiterinnen im Gesundheitswesen häusliche Gewalt als Ursache für die
Verletzung/Erkrankung von Patientinnen in Betracht ziehen und auch direkt ansprechen.
So sollen die Patientinnen über weitere Hilfsangebote aufgeklärt und an zuständige
Personen bzw. Institutionen vermittelt werden. Weiterhin ist es hilfreich, eine
gerichtsverwertbare Dokumentation der Verletzungen zu erstellen. In den Seminaren
werden Angehörige des Niederösterreichischen Gesundheitswesens geschult, Auswirkungen von häuslicher
Gewalt zu erkennen und die Hilfestellung effizient zu gestalten.
www.gewaltgegenfrauen.at
Der KLARA!-Ressourcenguide bringt überblicksweise und beispielhaft (Stand 2006) Möglichkeiten zur Förderung und Finanzierung von Projekten von und für Frauen sowie von Initiativen zur Gendergleichstellung. Weiters bietet er Informationen zu Stiftungen und Sponsoring sowie zum Thema berufliche Frauennetzwerke.
Der Online-Ressourcenguide wurde im Rahmen des Projektes KLARA! von Kassandra unter der Leitung von Sabine Prokop sowie Mitarbeit von Stanislava Merdinger und weiteren Mitarbeiterinnen in Partnerinnenorganisationen erstellt. Die Equal Entwicklungspartnerschaft KLARA! Netzwerk für Equal Pay und Gendergleichstellung am Arbeitsmarkt verfolgte in den Jahren 2004-2007 das Ziel, ein österreichweites Netzwerk zur Verwirklichung von Einkommensgerechtigkeit zwischen Frauen und Männern aufzubauen. Im Rahmen dieser Zielsetzung sollte der Ressourcenguide Anregungen zur materiellen und ideellen Förderung von Initiativen und Projekten bieten, die sich dem Abbau von geschlechtsspezifischer Diskriminierung widmen.
Finanzierung des Projekts: Europäischer Sozialfonds (ESF), Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), im Rahmen von Equal; Projektkoordination: Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
HTL4girls war ein Teilprojekt des EU-Projekts "NOEL. New Opportunities for Equality in Lower Austria", welches 2003 bis 2005 in Niederösterreich in einer Partnerschaft von 23 Organisationen durchgeführt wurde. Das Ziel von NOEL war es, Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt in Niederösterreich zu fördern, besonders hinsichtlich neuer Berufsbilder und technischer Ausbildungen.
Im Teilprojekt HTL4girls wurde durch Kassandra und Mountain Unlimited das Modell einer "gendergerechten technischen Schule" entwickelt und an der HTL St. Pölten getestet. Aus den Erfahrungen wurden Empfehlungen und Standards für eine gendersensible Ausrichtung einer HTL vorgeschlagen und teilweise an der HTL St. Pölten bereits umgesetzt.
Zielgruppen
Aktivitäten
Publikationen (- werden auf Anfrage gerne zugeschickt)
Finanzierung des Projekts: ESF, BMWA; Projektverantwortung: Frauenreferat der Niederösterreichischen Landesregierung, Maria Rigler
"mut! – mädchen und technik" ist ein österreichweites Projekt, das einen Beitrag zur Erhöhung des Anteils von Mädchen und Frauen in technischen und handwerklichen Ausbildungsrichtungen und Berufen in Österreich leisten will.
Die Aufgabe von Kassandra im Projekt mut!2 (2005-2006) war die Erweiterung
und Erprobung von Modulen für geschlechtergerechte Didaktik an Pädagogischen
Akademien. Diese Module sind Teil des von gender now entwickelten virtuellen
geseBo-Koffers (geseBo bedeutet geschlechtssensible Unterrichtsmaterialien
für die Berufsorientierung).
www.gendernow.at
Ziel war und ist die Steigerung des Genderbewusstseins an den Pädagogischen
Akademien und damit an den (Pflicht-)Schulen sowie die Sensibilisierung von
Studentinnen/Studenten als zukünftige Multiplikatorinnen/Multiplikatoren.
Im Zentrum der Aktivitäten standen geschlechtsspezifische Sozialisation und
deren Auswirkungen auf Ausbildungs- und Berufswahl, Lebensplanung, Freizeitgestaltung
und das Denken und Handeln von Mädchen und Burschen. Die Unterrichtsmodule wurden
von Kassandra gemeinsam mit mut!-Projektpartnerinnen in ein Curriculum integriert
und im Rahmen der Neuausrichtung der ehemaligen Pädagogischen Akademien als
pädagogische Hochschulen den Studienkommissionen zu Verfügung gestellt.
Finanzierung des Projekts: ESF, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (bm:bwk), Frauen in Forschung und Technologie (fFORTE), Landesregierungen Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, Kärnten, Steiermark