Aktuelles

Wir sind umgezogen - Gewährleistung der Barrierefreiheit und 25. Jahre Feier

Geschätzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von fördergebenden Stellen, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Frauen!

Wir bitten Sie/Euch die alten Kontaktdaten der Frauen- und Familienberatungsstelle "Kassandra" zu ändern.

Weiters freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir am 25.11.2013 unser 25jähriges Jubiläum feiern! Bitte reservieren Sie/Du den Abend für dieses Fest, bei dem uns die wundervollen Musikerinnen Jelena Popržan und Rina Kaçinari / "Catch-Pop-String-Strong" in der Mödlinger "Stadtgalerie" begleiten und erfreuen werden.

Eine Einladung dazu erfolgt gesondert!

Mit lieben Grüßen für das Team
Anneliese Erdemgil-Brandstätter

Internationaler Frauentag 2013

"Findet mich das Glück?", Ein Szenenspiel für 9 Frauen, Regie: Nicole Fendesack

Ihre freie Spende kommt einem Frauenprojekt zu Gute.

Termine
8. März, 19:30 Uhr
9. März, 16:30 Uhr

Ort
Pfarrzentrum Gießhübl

Sitzplatzreservierung unter der Telefonnummer: 02236/264 640

Presseinformation 20.12.2012

Weihnachtsspende 2012 der GRÜNEN Mödling an den Inge-Hasenöhrl-Fonds zu Gunsten der Frauenberatungsstelle "Kassandra"

Foto: Weihnachtsspende 2012 der GRÜNEN Mödling an den Inge-Hasenöhrl-Fonds zu Gunsten der Frauenberatungsstelle Kassandra

Presseinformation (120 KB PDF)

Dezember 2012
Veranstaltung im Rahmen der "Internationalen Tage gegen Gewalt an Frauen"

http://www.noe-frauen.spoe.at

Veranstaltung Klimt und die Frauen

Am 14. November 2012 findet ein Abend unter dem Titel "Klimt und die Frauen" statt.

Die Einnahmen gehen zu Gunsten der Frauen- und Familienberatungstelle "Kassandra".

Termin
Mittwoch, 14. November 2012, 19 bis 21 Uhr

Ort
Die Stadtgalerie Mödling, Kaiserin Elisabeth-Strasse 1, 2340 Mödling

Nähere Informationen zum Programm der Klimt-Ausstellung in der Stadtgalerie Mödling von 8. bis 18. November 2012 finden Sie unter:

http://www.diestadtgalerie.at

Veranstaltungsreihe Feminismus in Theorie und Praxis

Gewalt und Männlichkeit

Begrüßung
Barbara Hofmann, Karl-Renner-Institut

Podium
Erich Lehner, Männer- und Geschlechterforscher
Anneliese Erdemgil-Brandstätter, Frauen- und Familienberatungsstelle Kassandra sowie Koordination des NÖ Schulungsprojektes "Gewalt gegen Frauen - Die Bedeutung des Gesundheitswesens"

Moderation
Alexandra Weiss, Politikwissenschaftlerin

Inhalt

Gewalt wird im feministischen Diskurs schon lange im Zusammenhang mit (hegemonialer) Männlichkeit diskutiert, sie ist nicht zuletzt Mittel zur Aufrechterhaltung eines potentiell instabilen Machtverhältnisses.
Diese Erkenntnis aus der feministischen Forschung, ihre Weiterentwicklung in den letzten Jahrzehnten und entsprechende Beiträge aus der kritischen Männlichkeitsforschung konnten allerdings kaum in die öffentliche Diskussion um Gewalt einsickern. Dem steht seit einigen Jahren ein vor allem von männlichen Forschern angestoßener Diskurs gegenüber, der versucht mit antifeministischem Duktus Erkenntnisse der feministischen und kritischen Männlichkeitsforschung zu delegitimieren. Anstelle differenzierter Analysen wird Gewalt gegen Frauen verharmlost oder in Frage gestellt.
Der Vortrag versucht einen Bogen zu spannen von den Erkenntnissen und deren Entwicklungen zum Phänomen Gewalt und Männlichkeit sowie von Bedeutung und Hintergrund der Diskreditierung dieser Erkenntnisse in aktuellen Diskursen.

Termin
Donnerstag, 15. November 2012, 18:00 bis 20:00 Uhr

Ort
ega: frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

Information und Anmeldung:

http://www.renner-institut.at

Schwarz: Maria Hengstberger - die Liese Prokop-Frauenpreisträgerin 2012 Utl.: Die Ärztin wird für ihr außergewöhnliches Engagement für Frauen gewürdigt

Am 19. Oktober 2012 fand die feierliche Verleihung des Liese Prokop-Frauenpreises im Casino Baden statt. Zwölf Frauen von insgesamt rund 140 Nominierten wurden für ihre besonderen Leistungen in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Kultur und Medien sowie Soziales und Generationen ausgezeichnet. Eine dieser zwölf Frauen erhielt darüber hinaus den dotierten Liese Prokop-Preis in Höhe von 10.000 Euro gesponsert von Casinos Austria, ARGE Wohnen NÖ und der HYPO NOE Gruppe AG.

Landesrätin Mag.a Barbara Schwarz "Ich freue mich, dass auch beim 3. Liese Prokop- Frauenpreis so viele interessante Frauen nominiert wurden. Es sind Frauen, deren Leistungen bemerkenswert und nicht alltäglich sind. Jede einzelne hätte einen Preis verdient! Ich möchte mich auch bei jenen bedanken, die diese Frauen nominiert haben. Denn ihre Aufmerksamkeit und Wertschätzung hat es erst möglich gemacht, das breite Spektrum an herausragenden Leistungen von Frauen in Niederösterreich aufzuzeigen. Das wird in der Öffentlichkeit nicht immer in vollem Umfang wahrgenommen. Außerordentliche Leistungen verdienen aber entsprechende Anerkennung und Würdigung", so Schwarz.

Glückliche Preisträgerin aus der Runde der 12 ausgezeichneten Frauen, die für ihr Wirken das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro übernehmen durfte, ist die Gynäkologin Professorin Dr.in Maria Hengstberger.
Sie ist unermüdlich, wenn es darum geht neue Ideen in der Gesundheitsvorsorge für Frauen und Familienplanung zu entwickeln und umzusetzen. Als Frauenärztin mit eigener Praxis zeigt sie, was mit Engagement, gepaart mit wertvollem Fachwissen, möglich ist. So leistet sie Pioniertätigkeit in der Brustkrebsvorsorge und bildet blinde Frauen zur Früherkennung von Brustkrebs aus. Sie zeigt damit auch, dass eine körperliche Beeinträchtigung sich zu einer wertvollen Gabe wenden kann, mit der anderen Menschen geholfen wird.
Des Weiteren gründete sie vor 17 Jahren den Verein für Entwicklungszusammenarbeit - die "Aktion Regen". Unter dem Motto "Biete Wissen gegen Spende" konnten damit 5 Gesundheitszentren und Seminarkliniken in Entwicklungsländern aufgebaut werden. Mit ihrem Einsatz hilft sie dort, wo das größte Defizit besteht: In der Bildungs- und Aufklärungsarbeit über Familienplanung und HIV/AIDS-Prävention. Auch ihre Idee der Geburtenkontrollkette war bahnbrechend und ist nicht nur für Frauen in Entwicklungsländern sondern für alle Frauen wertvoll.
Hengstberger versprach - ganz im Sinne von Liese Prokop – das Preisgeld für einen wohltätigen Zweck zu verwenden.

"Es war keine leichte Wahl, denn es waren so viele interessante Frauen dabei. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Die Bandbreite der Frauen, die für den Liese Prokop Frauenpreis eingereicht wurden, zeigen ein eindruckvolles Bild davon, was Frauen können und was Frauen in unserer Gesellschaft leisten", so Dr.in Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek und Jurymitglied.

Der Jury gehörten weiters an:
Mimi Wunderer, Künstlerische Leiterin der Bühne im Hof
Mag.a Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin der Österreichische Lotterien
Dr.in Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichische Nationalbibliothek
Karin Weissenböck, Moorbad Harbach
CR Harald Knabl, NÖN
Inge Winder, ORF NÖ
CR Matthias Hofer Kurier
Maria Rigler, Frauenbeauftragte des Landes NÖ

Mit Hengstberger wurden weitere elf Frauen in vier verschieden Kategorien für ihre Leistungen ausgezeichnet:

Wirtschaft:

Kunst, Kultur und Medien:

Wissenschaft:

Soziales und Generationen:

Im heurigen EU-Jahr des "Aktiven Alters und der Generationensolidarität" wurde auch einmalig ein "Generationen - Sonderpreis" für die älteste Teilnehmerin und die jüngsten Nominierten überreicht: Leopoldine Binder, geboren 1921 und die beiden Maturantinnen Melanie Burger und Katrin Steidl erhielten von den Sponsoren - NÖN und Moorbad Harbach - je einen Scheck im Wert von 500 Euro.

Foto: Liese Prokop-Frauenpreis 2012  Foto: Liese Prokop-Frauenpreis 2012 Foto: Liese Prokop-Frauenpreis 2012

Weitere Informationen und Bilder der Preisverleihung:

www.liese-prokop-frauenpreis.at
www.liese-prokop-frauenpreis.at/preisverleihung.html
www.liese-prokop-frauenpreis.at/fotos_preisverleihung.html

Bestellung und Download der Zeitschrift "Information für die Frau":

Die Gewaltspirale durchbrechen
Initiativen gegen Gewalt an Frauen und Kindern (if Magazin für Sie, Dezember 2011)

http://www.noel.gv.at

Presseartikel, 25. November 2011, noe.spoe.at:

Landesrätin Mag.a Karin Scheele: Jede vierte Frau von häuslicher Gewalt betroffen
Gesundheitswesen muss als erste Anlaufstelle für Opfer stärker sensibilisiert werden

http://noe.spoe.at

Eine von fünf. Gewalt und Gesundheit im sozialen Nahraum

Interdisziplinäre Ringvorlesung an der Medizinischen Universität Wien, Wintersemester 2011/12 während der Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Hörsaal des Departments für Gerichtsmedizin, Sensengasse 2, 1090 Wien, LV-Nr.: 304.000
25. November bis 9. Dezember, 16 bis 19 Uhr

Eine von fünf

Lehrveranstaltungsleitung: Ao.Univ.-Profin Drin Andrea Berzlanovich, Department für Gerichtsmedizin, MedUni Wien in Kooperation mit dem Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser

Das Vorlesungsprogramm zum Download als PDF:
http://www.aoef.at

Auftaktveranstaltung:
25. November im Wiener Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien:
17:30 Uhr: Einlass
18:30 Uhr: "Gewalt an Frauen: Umsetzung der Konvention gegen Gewalt an Frauen", Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Mag.a Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser
Anschließend: Präsentation der Ringvorlesung, Spendenübergabe und offizieller Abschluss der Kampagne "Unschlagbar" der Bundesjugendvertretung
Ab 20:30 Uhr: Ausklang bei Buffet und DJ
Schriftliche Anmeldung unter: unschlagbar@jugendvertretung.at

Interdisziplinäre Ringvorlesung

28. November, 16 bis 19 Uhr, Hörsaal des Departments für Gerichtsmedizin:

Mag.a Maria Rösslhumer, Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser und Ao.Univ.-Profin Drin Andrea Berzlanovich, Department für Gerichtsmedizin, MedUni Wien
Einführung in das Thema "Häusliche Gewalt"

Mag.a Drin Barbara Schleicher, Gesundheit Österreich GmbH/Geschäftsbereich ÖBIG
Diagnose "Häusliche Gewalt"

Sabine Eder, DGKS, Opferschutzgruppe der Unfallchirurgie, AKH
Opferschutz im Krankenhaus

29. November:

Susanne Pusch, Opferschutzgruppe Polizei
Umgang mit Gewalt in der Privatsphäre aus Sicht der Polizei

MMag.a (FH) Ruth Hauser, DSAin Constanze Hölzl, Mag.a (FH) Eva Huber und Christa Lukas, Frauenhaus Wendepunkt Wr. Neustadt
Alltag im Frauenhaus

30. November:

Univ.-Profin Drin Birgit Sauer, Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien
Intersektioneller Gewaltbegriff

Ao.Univ.-Profin Drin Andrea Berzlanovich, Department für Gerichtsmedizin, MedUni Wien
Häusliche Gewalt: Erkennen und dokumentieren und helfen

1. Dezember:

Rosa Logar, M.A., Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie
Interventionssysteme bei häuslicher Gewalt

Mag.a Drin Gondi Kunz, Verein Wiener Frauenhäuser
Kinder als Zeuginnen und Zeugen und Betroffene von häuslicher Gewalt

2. Dezember:

Anneliese Erdemgil-Brandstätter, DPGKS, Beratungsstelle Kassandra
Die effektive Intervention im Gesundheitssystem

Angela Ivezic, DSAin, Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen
Migrantinnen und Gewalt:Rechtliche Rahmenbedingungen in Österreich in Bezug auf Aufenthalt und Beschäftigung

5. Dezember:

Mag. Romeo Bissuti, White Ribbon Österreich
Männlichkeit und Gewalt

Ass.Profin Mag.a Drin Katharina Beclin, Institut für Strafrecht und Kriminologie, Universität Wien
Rechtliches Instrumentarium zum Schutz vor Gewalt im sozialen Nahraum

6. Dezember:

Drin Birgitt Haller, Institut für Konfliktforschung
Studien zu Partnergewalt gegen ältere Frauen und/oder zu Beziehungsmorden

Dr. Heinrich Kraus, Männerberatung Wien und Barbara Ille, DSAin, Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie
Das Wiener Anti-Gewalt-Training

9. Dezember:

Prüfung

Die Anmeldung für Studierende der Medizin erfolgt über das Med Campus System.
Für Studierende anderer Fachrichtungen und Interessierte ist eine schriftliche Anmeldung unter andrea.berzlanovich@meduniwien.ac.at erforderlich.

Nähere Informationen:
www.aoef.at

Website zur Kampagne
http://jugendvertretung.at

"Unschlagbar" der Bundesjugendvertretung Website des Departments für Gerichtsmedizin http://www.meduniwien.ac.at

Beitrag ORF TVthek: Herbstzeit - 28.9.2011, 17:40 Uhr

Kampf gegen Gewalt

Jede vierte Frau in Österreich hat schon mehrfache körperliche und sexuelle Gewalt erlebt. Dass diese täglich stattfindende Menschenrechtsverletzung nicht länger als persönliches Problem einer Frau abgetan wird, dafür setzt sich Anneliese Erdemgil-Brandstätter nun schon seit 20 Jahren erfolgreich ein.

http://tvthek.orf.at

Veranstaltung

Moderne Familienpolitik - Besuchsrecht und Obsorge

Montag, 4. Juli 2011 19:00 Uhr
Ort: Wiener Neudorf (Christoph Migazzi-Haus, Schlossmühlplatz 1)

Österreich 2020 Zukunftsdiskurs mit Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Mag.a Doris Täubel-Weinreich, DPGKS Anneliese Erdemgil-Brandstätter, Andreas Kollross

Das Thema Obsorge wird in Österreich sehr emotional diskutiert. Das Wichtigste bei den Fragen um Besuchsrecht und Obsorge ist "Was ist gut fürs Kind?" Besonders in jenen Fällen, wo es im Zuge der Trennung, Streit und Konflikte zwischen den beiden Elternteilen gibt, kann die "automatische, gemeinsame Obsorge" keine adäquate Lösung sein.

Hierzu können Sie mit Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Mag.a Doris Täubel-Weinreich (Familienrichterin), DPGKS Anneliese Erdemgil-Brandstätter (Frauenberatungsstelle "Kassandra"), Andreas Kollross (Kinderfreunde Niederösterreich) persönlich diskutieren.

Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Imbiss!

Wann: Montag, 4. Juli 2011, 19:00 Uhr
Wo: Christoph Migazzi-Haus, 2351 Wiener Neudorf, Schlossmühlplatz 1

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Quelle: http://oe2020.at/home/veranstaltungen/72

Pressemeldung

Scheele/ Erdemgil-Brandstätter: Gewalt gegen Frauen kostet uns jährlich 5 Milliarden Euro

Jede vierte Frau von häuslicher Gewalt betroffen, Gesundheitswesen erste Anlaufstelle für Opfer

Foto: Anneliese Erdemgil-Brandstätter, Leiterin der Frauenberatungsstelle Kassandra und Gesundheitslandesrätin Magistra Karin ScheeleHäusliche Gewalt ist weltweit eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen und Kinder. Häusliche Gewalt kennt keine kulturellen oder religiösen Grenzen und zieht sich durch alle Gesellschafts-schichten und Altersgruppen. Häusliche Gewalt ist männliche Gewalt. In Österreich ist männliche Gewalt für jede vierte in einer Beziehung lebende Frau traurige Realität.

"Trotz dieser erschütternden Fakten ist Gewalt in der Familie noch immer ein Tabuthema, stellt uns vor dringende gesundheitspolitische Herausforderungen und wird zunehmend zum ökonomischen Problem", so Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin Scheele. Gemeinsam mit Anneliese Erdemgil-Brandstätter, Leiterin der Frauenberatungsstelle Kassandra, fordert sie daher eine intensive Auseinandersetzung des öffentlichen Gesundheitswesens mit Möglichkeiten zur Früherkennung von Gewalterfahrungen.

Gesundheitslandesrätin Scheele verdeutlicht: "Die gesundheitlichen Auswirkungen von Gewalt an Frauen und Mädchen sind vielfältig: Körperliche Verletzungen, psychosomatische Erkrankungen, psychische Beeinträchtigungen und die Flucht in gesundheitsgefährdende Überlebensstrategien wie Drogenkonsum oder selbstverletzendes Verhalten bis hin zum Suizid." Die erste Anlaufstelle für Gewaltopfer sind daher noch vor Frauenberatungs- und Zufluchtseinrichtungen in der Regel Ärztinnen und Ärzte sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen. "Viele betroffene Frauen sprechen die erlittene Gewalt nicht von sich aus an, sie tendieren dazu diese zu verheimlichen. Ohne entsprechende Sensibilisierung und Qualifikation des medizinischen Personals durch Schulungen im Erkennen von Gewaltfolgen und im geeigneten Umgang mit der Problematik kommt es häufig zu teuren wie sinnlosen Übermedikalisierungen und Fehl- bzw. Unterbehandlungen der Patientinnen", erläutert Anneliese Erdemgil-Brandstätter, seit zehn Jahren Koordinatorin des NÖ Schulungsprojekts "Gewalt gegen Frauen". Sie fordert seit Langem die Implementierung spezieller Schulungsprogramme in die Ausbildung von Gesundheitsberufen sowie die, in einer Umfrage unter Betroffenen mit großer Mehrheit befürwortete, verpflichtende ärztliche Frage nach Gewalterfahrungen bei der Anamnese.

Die Dringlichkeit dieser Forderungen und das bereits in Regierungsvorlage befindliche Vorhaben der Einrichtung von Opferschutzgruppen in Krankenhäusern werden durch nationale wie internationale Studien zu den erheblichen gesamtgesellschaftlichen Folgekosten von Gewalt gegen Frauen zusätzlich untermauert: Allein die direkt dem österreichischen Gesundheitsbereich zugerechneten Kosten für ärztliche Versorgung, Krankenhausaufenthalte, Medikamente und Psychotherapie belaufen sich auf knapp 14 Millionen Euro jährlich. Die Kosten für Jugendwohlfahrt, Justiz, Polizei, Fraueninterventionsstellen etc. addiert, ergeben einen jährlichen Aufwand von etwa 78 Millionen Euro. Schätzungen gehen laut Scheele und Erdemgil-Brandstätter davon aus, dass allein in Österreich sämtliche wirtschaftliche Folgekosten, einschließlich des Bereichs der Erwerbsarbeit, also Arbeitsentgang, Krankenstände, Invalidität etc., bis zu 5,3 Milliarden Euro ausmachen könnten. Landesrätin Karin Scheele weiter: "Ich möchte nicht daran denken, was wir mit diesem Geld im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich alles umsetzen könnten. Nicht nur deshalb müssen die geforderten Maßnahmen zur besseren Früherkennung häuslicher Gewalt rasch umgesetzt werden. Es geht dabei vor allem um leidvolle persönliche Schicksale und darum wie wir mit Opfern häuslicher Gewalt umgehen."

Demonstration für Frauenrechte am Wiener Ring

Datum: 19. März 2011
Beginn: 14 Uhr
Treffpunkt: Schwarzenbergplatz

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.20000frauen.at

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